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Bikepacking-Abenteuer: Camping mit dem Fahrrad für Einsteiger und Radfahrer

Madita Bayer |

Bikepacking-Abenteuer: Camping mit dem Fahrrad für Einsteiger und Radfahrer

Zwei Räder, ein Zelt und der Horizont vor dir – genau darum geht’s beim Bikepacking. Ob Wochenendtrip durch den Harz oder eine mehrtägige Radreise entlang der Elbe: Mit dem Fahrrad zu campen bedeutet Freiheit, Minimalismus und ein echtes Naturerlebnis. Du willst wissen, wie du dein erstes Bikepacking-Abenteuer startest? Dann bist du hier genau richtig.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Bikepacking und warum Camping mit dem Fahrrad?
Welche Ausrüstung brauche ich für das Camping mit dem Fahrrad?
Wie packe ich mein Fahrrad richtig für die Radreise?
Welche Campingplätze eignen sich für Radfahrer in Deutschland?
Welche Radwege und Routen sind ideal für Campintouren?
Was muss ich beim Wildcamping mit dem Fahrrad beachten?
Wie bereite ich mich als Einsteiger auf meine erste Radreise vor?
Fazit

Was ist Bikepacking und warum Camping mit dem Fahrrad?

Bikepacking ist die moderne Form des Radreisens: leicht, flexibel und direkt in der Natur. Im Gegensatz zu klassischen Fahrradtouren mit Hotelübernachtung kombinierst du beim Bikepacking das Radfahren mit dem Übernachten im Zelt. Das bedeutet: Du trägst dein Zuhause quasi mit dir und entscheidest spontan, wo dein nächstes Nachtlager sein soll.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Du bist unabhängig, reist umweltfreundlich und erlebst die Natur aus einer ganz neuen Perspektive. Kein Check-in, kein Fahrplan – nur du, dein Fahrrad und der Weg. Gleichzeitig ist Bikepacking eine bewusste Entscheidung für Minimalismus: Du reduzierst dich auf das Wesentliche und schärfst den Blick für die kleinen Dinge unterwegs.

Ein weiterer Pluspunkt: Während man im Auto oder Zug oft nur vorbeirauscht, spürst du auf dem Fahrrad jeden Hügel, riechst die Wälder, hörst die Vögel und nimmst die Umgebung viel bewusster wahr. Die Kombination aus Bewegung und Natur wirkt entschleunigend. Du kommst im eigenen Rhythmus voran, fährst raus aus dem Alltag und rein in die Stille. Und das alles mit der reinen Muskelkraft auf zwei Rädern.

Welche Ausrüstung brauche ich für das Camping mit dem Fahrrad?

Wer mit dem Fahrrad zelten geht, muss gut packen können – schließlich muss alles, was du brauchst, auf dein Rad passen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass deine Ausrüstung leicht, kompakt und funktional ist. 

 Hier die Basics, die du auf keinen Fall vergessen solltest:

  • Zelt: Dein mobiles Zuhause. Es sollte leicht sein (unter 2 kg), wenig Packmaß haben und auch einem Regenschauer standhalten. Achte auf eine gute Belüftung und schnellen Auf- und Abbau.
    Schlafsack:
    Je nach Saison brauchst du einen entsprechenden Temperaturbereich. Im Frühjahr und Herbst sind 3-Jahreszeiten-Schlafsäcke ideal.
    Isomatte:
    Für Komfort und Isolation gegen die Bodenkälte. Leichte, selbstaufblasende Modelle oder aufblasbare Ultraleichtmatten sind besonders beliebt.

Neben dem Schlaf-Setup brauchst du eine kompakte Kochausrüstung – etwa einen Gaskocher, ein kleines Topfset und leichtes Besteck. Ein Wasserfilter ist hilfreich, wenn du unterwegs natürliche Wasserquellen nutzen möchtest. Auch ein Erste-Hilfe-Set, Stirnlampe, Werkzeug und Flickzeug sollten nicht fehlen.

  • Kompakte Kochausrüstung (z. B. ein kleiner Gasbrenner und Topfset)
  • Wasserfilter oder Trinksystem
  • Multitool, Flickzeug, Ersatzschlauch
  • Stirnlampe, Hygieneset, Erste-Hilfe-Set

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Effizientes Packen spart nicht nur Platz, sondern sorgt auch für mehr Fahrspaß. Tipps für Ordnung im Gepäck bekommst du hier: 👉 Rucksack richtig packen

Wie packe ich mein Fahrrad richtig für die Radreise?

Ein gut gepacktes Fahrrad fährt sich leichter, sicherer und macht schlichtweg mehr Spaß. Wichtig ist nicht nur, dass du alles Wichtige dabei hast – sondern auch, dass das Gewicht sinnvoll verteilt ist. Dabei gibt es zwei Hauptsysteme: den klassischen Gepäckträger mit Packtaschen oder das modernere Bikepacking-Setup mit speziellen Taschen, die direkt am Rahmen, Lenker und Sattel befestigt werden. Letzteres ist besonders beliebt bei Offroad-Fahrten, da es kompakter und windschnittiger ist.

Es gibt zwei Hauptansätze:

  • Klassisch mit Gepäckträger: Stabil, viel Stauraum, etwas schwerer
  • Bikepacking-Taschen: Minimalistisch, windschnittig und ideal für Offroad-Touren

Für den Anfang lohnt sich ein Mix aus beiden Varianten. In die Satteltasche kommen meist leichte Gegenstände wie Kleidung oder der Schlafsack. In der Lenkertasche finden oft Zelt oder Isomatte Platz. Die Rahmentasche eignet sich gut für Werkzeug, Proviant oder Powerbanks, während eine kleine Tasche am Oberrohr Snacks, Handy oder Sonnencreme griffbereit hält.

Wichtige Taschen im Überblick:

  • Satteltasche: Kleidung, Schlafsack, leichte Gegenstände
  • Lenkertasche: Zelt, Isomatte oder Jacke
  • Rahmentasche: Werkzeug, Snacks, Wasserfilter
  • Oberrohrtasche: Handy, Karte, Sonnencreme

Besonders wichtig: Das Gesamtgewicht sollte gleichmäßig verteilt sein, möglichst zentral und tief am Rad. Schwere Lasten nur hinten zu befestigen, macht das Fahrrad instabil und anstrengend zu steuern. Und: Alle Taschen sollten fest sitzen, damit nichts wackelt oder verrutscht – gerade bei Schotter oder Waldwegen.

Die Gewichtsverteilung sollte ausgewogen sein, um das Fahrverhalten nicht negativ zu beeinflussen. Schweres kommt möglichst zentral und tief ans Rad.

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Welche Campingplätze eignen sich für Radfahrer in Deutschland?

Wer lieber nicht wild zelten möchte, findet in Deutschland eine Vielzahl an Campingplätzen, die sich hervorragend für Radreisende eignen. Besonders empfehlenswert sind Plätze mit der Bett+Bike-Zertifizierung – sie garantieren unter anderem sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Trockenräume für nasse Kleidung, Werkzeug für kleine Reparaturen und flexible Anreisezeiten.

Viele dieser Plätze liegen direkt an bekannten Fernradwegen und bieten spezielle Bereiche für Zeltreisende. Oft findest du dort naturnahe Stellplätze auf Wiesen, manchmal sogar mit Blick auf See oder Wald. Und wenn du doch mal etwas mehr Komfort brauchst, bieten viele Plätze auch Hütten oder Schlaffässer zum Übernachten an.

👉 Entdecke hier die 10 schönsten Campingplätze Deutschlands

Welche Radwege und Routen sind ideal für Campingtouren?

Deutschland verfügt über ein hervorragendes Netz an Radwegen, die sich perfekt für mehrtägige Touren mit Zeltübernachtung eignen. Für Einsteiger bieten sich vor allem flache, gut ausgeschilderte Strecken an, wie etwa der Weser-Radweg, der sich über rund 500 Kilometer von Hann. Münden bis Cuxhaven erstreckt. Auch der Elbe-Radweg mit Start in Tschechien und Ziel in Cuxhaven ist eine beliebte Wahl – er bietet abwechslungsreiche Landschaften, kulturelle Highlights und viele Campingmöglichkeiten entlang der Route.

Wer das Meer liebt, ist auf dem Ostseeküsten-Radweg richtig: Von Flensburg bis nach Usedom geht es auf teils spektakulären Etappen direkt an der Küste entlang. Im Süden lockt der Altmühltal-Radweg mit idyllischen Flusslandschaften, Felsen und charmanten Ortschaften.

  • Weser-Radweg: Flach, gut ausgeschildert, viele Campingplätze
  • Ostseeküsten-Radweg: Meeresbrise inklusive
  • Elbe-Radweg: Perfekt für Einsteiger
  • Ruhrtal Radweg: Abwechslungsreich, urban und grün

Bei der Planung solltest du auf folgende Punkte achten: Wie viele Kilometer möchtest du täglich fahren? Gibt es auf der Strecke ausreichend Campingplätze? Wie anspruchsvoll ist das Gelände? Besonders hilfreich sind GPS-Tracks und Apps wie Komoot oder Outdooractive, die dir auch unterwegs bei der Navigation helfen.

👉 Weitere Tipps: Die perfekte Fahrradtour planen

Was muss ich beim Wildcamping mit dem Fahrrad beachten?

Wildcamping ist für viele Bikepacker das i-Tüpfelchen des Abenteuers: allein im Wald, unter freiem Himmel, umgeben von Natur und Stille. Doch in Deutschland ist das Übernachten in freier Natur ohne Genehmigung rechtlich problematisch. In den meisten Bundesländern ist es verboten, außerhalb ausgewiesener Plätze zu zelten. Es gibt allerdings Grauzonen und Gegenden, in denen Wildzelten geduldet wird – vor allem, wenn du spät kommst, früh wieder aufbrichst und keinen Müll hinterlässt.

Das skandinavische Modell des Jedermannsrechts, bei dem das Zelten in der Natur ausdrücklich erlaubt ist, gilt hierzulande nicht. Besonders in Naturschutzgebieten und auf Feld- oder Waldwegen ist Wildcamping streng untersagt. Wer trotzdem draußen übernachtet, sollte rücksichtsvoll und diskret sein: kein offenes Feuer, keine Gruppen, kein Lärm, keine Spuren.

👉 Was alles erlaubt ist und was nicht, aber vor allem wo was erlaubt ist, erfährt du in unserem ausführlichen Ratgeber: Wildcampen in Deutschland

Wie bereite ich mich als Einsteiger auf meine erste Radreise vor?

Für alle, die zum ersten Mal mit dem Rad und Zelt unterwegs sind, gilt: Fang klein an und steigere dich langsam. Eine gute Vorbereitung ist entscheidend, um unterwegs keine bösen Überraschungen zu erleben. Dazu gehört vor allem körperliches Training. Du musst kein Spitzensportler sein, aber eine gewisse Grundkondition hilft dir, längere Etappen auch mit Gepäck gut zu bewältigen.

Unsere Tipps für einen gelungenen Start ins Abenteuer:

  • Training: Starte mit kurzen Strecken, steigere langsam die Distanz
  • Ausrüstung testen: Aufbau des Zelts, Kochen mit dem Brenner – alles vorab ausprobieren
  • Testtour: Eine Übernachtung im Umland hilft, Pannen oder Fehlkäufe früh zu erkennen
  • Notfallplanung: Erste-Hilfe-Set, Telefonnummern, Offline-Karten

Neben der physischen Vorbereitung ist auch die mentale Einstellung wichtig. Plane nicht zu ambitioniert, sondern erlaube dir Pausen, Umwege und spontane Änderungen. Bikepacking ist kein Wettkampf, sondern ein Erlebnis. Und wenn mal etwas schiefläuft: Das gehört dazu.

👉 Darf nicht fehlen: Erste-Hilfe-Set für Outdoor-Aktivitäten

Und vor allem: Sei flexibel, bleib entspannt und genieße das Unterwegssein. Bikepacking ist kein Rennen – sondern ein Erlebnis.

Fazit

Ob du durch Wälder rollst, am Fluss entlangfährst oder morgens mit Tau am Zelt aufwachst – Camping mit dem Fahrrad ist ein Erlebnis, das du nicht vergisst. Mit der richtigen Vorbereitung, leichter Ausrüstung und der Lust auf Natur bist du bestens gewappnet. Jetzt heißt es: Aufsteigen, lostreten und Freiheit spüren!